Aldi-Textilschnäppchen zum Preis von Hungerlöhnen
Am Samstag, den 8. März 2008 haben VertreterInnen verschiedener Organisationen und Einzelpersonen zwischen 10 und 14 Uhr vor dem Aldimarkt in der Kanalstraße im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion auf die miserablen Arbeitsbedingungen von TextilarbeiterInnen in China hingewiesen. Die Resonanz der KundInnen war durchweg positiv. Viele zeigten sich überrascht und beteiligten sich sofort an der Aktion, indem sie eine Protestkarte bei Aldi an der Kasse abgaben. Der Filialleiter reagierte mit Interesse und Verständnis: "Die Karten werden gesammelt und an die Geschäftsführung weitergeleitet."
Unterstützt wurde die Aktion in Lübeck von den Organisationen attac - Regionalgruppe Lübeck, daara - Wegweiser für globales Lernen, Bündnis 90/Die GRÜNEN Lübeck, Grüne Jugend HL, Infozentrum „Eine Welt“, Ökumenische Regionalstelle des ev. luth. Kirchenkreises Lübeck, terre des hommes AG Lübeck, Weltladen e.V. sowie weiteren Einzelpersonen.
Zum Hintergrund der Aktion und Pressemitteilung:
Textilschnäppchen bei Aldi haben einen hohen Preis: Näherinnen in China schuften Tag und Nacht, um zu überleben. Um wach zu bleiben, halten sie ihre Augen mit Klammern offen. Monatelang erhalten sie keinen Lohn. In den Fabriken herrschen Angst und Schrecken. Auch Kinder arbeiten für Aldi-Zulieferer. Bisher hält sich Aldi mit einem Programm zur Sozialverantwortung für weltweite Zuliefer-Fabriken zurück, deshalb sollten VerbraucherInnen Druck auf das Unternehmen ausüben.
Am Samstag, 8. März 2008 wollen wir (oben genannte Organisationen) von 10 bis 14 Uhr vor Aldi in der Kanalstraße und möglichst weiteren Aldimärkten in Lübeck Informationsflyer und „KundInnenkarten“ verteilen. Mit den vorgedruckten KundInnen-karten können VerbraucherInnen ihren Aldimarkt dazu aufzufordern, zukünftig auf faire Produktionsbedingungen bei der Herstellung von Textilware zu achten, wie es die Kampagne „Saubere Kleidung“ fordert:
-Menschenwürdige Arbeitsbedingungen und
-die Zahlung eines existenzsichernden Lohns
-Einführung einer unabhängigen Kontrolle der Arbeitsbedingungen und
-die Unterzeichnung des Verhaltenskodex der Kampagne.
Mehr INFOs unter: www.sauberekleidung.de










