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GRÜNE für eine blaue OSTSEE!

Die Lübecker GRÜNEN beteiligten sich mit einem Informationsstand und Referaten zum Thema Ostseeschutz an den Wochenendaktionen

"Bread and Fish - caring for the Baltic" am 24. und 25. August.

Weitere Texte zum Thema siehe unten.

GRÜNE für eine b l a u e Ostsee

Heute gehört die Ostssee zu den am meisten gefährdeten Meeren. Die Ostsee wurde durch industrielle Fischerei (Gammelfischerei)weitgehend leer gefischt. Regelmäßig  machen gefährliche Algenblüten von sich reden und zerstören den Sauerstoffhaushalt des Wassers. Es geht dabei um mehr als ein verdorbenes Badevergnügen: Eine Fläche – dreimal so groß wie das Land Hessen in der Ostssee ist schon tot.

Die Ursachen des Sterbens der Ostsee

Achtzig Prozent der Schadstoffe in der Ostsee kommen vom Land und aus der Luft: Bis heute wird die Ostssee von allen Anrainerstaaten durch alle Arten von Abwässer vergiftet, vor allem Dünger aus der Landwirtschaft, der über die Zuflüsse und die Luft ins Meer gelangt, trägt zur überhöhten Algenkonzentration bei.

Nach wie vor wird Giftmüll in die Ostsee verklappt. Aus Schleswig Holstein nur noch der durch Hafenarbeiten aufgewühlte Meeresgrund, aber auch diese, über lange Jahre vergifteten Sande belasten.

Der Lübecker Hafen boomt und die Ostsee ist in den letzten Jahren eine immer wichtigere Handelsstrecke geworden. Warum aber dürfen fast alle diese Schiffe ihren Müll und ihre Fäkalien in die Ostsee entleeren?

Warum werden Schiffe, - eigentlich die energieschonendste Form des Ferntransportes -  immer noch mit hochgiftigen Schweröl angetrieben? Die Luftbelastung durch die Schiffskamine ist beispielsweise in Travemünde so hoch, dass sie den Kurortstatus in Frage stellt. Die Fahrt durch die relativ flache Ostsee setzt sichere Schiffe (Doppelhül-lentanker)und für gefährliche Strecken erfahrene Lotsen voraus. Doch oft fehlt beides, deshalb kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

GRÜNE Initiativen zur Erhalt der Ostsee

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen sich seit Jahren auf allen parlamentari-schen Ebenen für den Erhalt der Ostsee ein: in den Küstenorten, im Land-tag, auf Bundes- und Europaebene. Vor allem gilt es die Kooperation aller Staaten rund um die Ostsee für diese Forderungen zu gewinnen, dafür engagieren wir uns auch in der Ostseeparlamentarierkonferenz, die Ende August 2007 tagt.

Wir fordern:

Zur Schiffsicherheit: Einführung vorgegebener Tanker Transit Routen durch die Ostsee, verstärkter Lotseneinsatz, klare Entscheidungsstruk-turen, Notfallpläne und Notliegeplätze, regelmäßige Kontrollen, auch des Alkoholkonsums der Schiffsführer, doppelwandige Tanker.

Energiesparende Schifffahrt: Förderung energiesparender und effizienter Technologien im Schiffbau, sowie modernste Schadstofffilter, statt Leerlauf von Schiffsmotoren: Stromlandanschlüsse für Schiffe an allen Häfen.Verbot von Powerbootrennen und Speedbooten! (Ein Verbot wurde mittlerweile erreicht.)

Zur Gesundung der Ostsee: keine Verklappung und Müllentsorgung mehr ins Meer, rasche drastische  Reduzierung des Fischfangs durch ein inte-griertes europäisches Küstenzonenmanagement!

Nur durch ökologische Landwirtschaft und eine deutliche Reduzierung der CO2 Erzeugung der Kraftwerke und des Verkehrs lassen sich der Düngereintrag und die Kohlendioxideinlagerung im Meer reduzieren.

Hierzu haben wir ein Klimaschutzprogramm für Schleswig Holstein entwickelt.

Keine Fermahrnbeltbrücke! Die skandinavischen Regierungen und die Landesregierung Schleswig Holstein wollen eine milliardenschwere und bei vielen Wetterlagen unpassierbare Brücke, die gegenüber der gut laufenden Fähre kaum Zeit einspart und selbst in Dänemark umstritten ist. Trotz Ein-satz privaten Kapitals und Mautgebühren, übernimmt der Staat das volle Risiko. Die Hinterlandanbindung in Schleswig Holstein frisst den gesamten Straßenetat für die nächsten Jahrzehnte. Ökologisch gefährdet die Brücke den internationalen Vogelflug (Vogelfluglinie!) und verlangsamt den Austausch des Frischwassers zwischen westlicher und östlicher Ostsee.

V.i.S.d.P.: Angelika Birk, Landtagsabgeordnete Schleswig Holstein    Kreisvorstand Bündnis 90/ Die GRÜNEN Lübeck

Unsere Termine

 
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