Die GRÜNEN rufen zur Demonstration gegen die Zerschlagung und Privatisierung des Uniklinkums (UKSH)


Die GRÜNEN rufen zur Demonstration gegen die Zerschlagung und Privatisierung des Uniklinkums (UKSH)

am Samstag, den 24. November 2007 in Lübeck auf:

Die aktuelle Entwicklung ist für den Bestand des UKSH mehr als bedrohlich. Die Argumente des Personalrates stimmen. Würde das UKSH in Berlin oder Hamburg stehen, würde es 50 Millionen Euro Gewinn pro Jahr machen. An der Pflege und an den Laboren liegt es nicht, dass das Klinikum Verluste einfährt. Grund sind die in Schleswig Holstein im Bundesvergleich sehr niedrigen Vergütungen für Krankenhausleistungen. Grund ist auch die Halsstarrigkeit manches Chefarztes gegenüber einer effizienteren Organisations-Struktur auf den Stationen, wie sie Pflegefachleute seit langem vorschlagen. Aus Hamburg wissen wir, wohin eine Privatisierung führen kann. Zu Tausenden wollen MitarbeiterInnen der ehemaligen Landeskrankenhäuser wieder zurück an einen öffentlichen Arbeitsplatz. Sie wollen den arbeits- und patientenunwürdigen Verhältnissen ihres neuen privaten Arbeitgebers entfliehen. Auch die Privatisierung eines Uniklinikums an zwei Standorten, wie in Marburg und Gießen geschehen, ist absolutes Neuland und hat sich noch keineswegs bewährt.

Eine Privatisierung der Krankenbehandlung in einem Universitätsklinikum kann nicht ohne Folgen für die Forschung bleiben. Wir setzen uns insbesondere dafür ein, dass es in Lübeck auch Pflegeforschung und Versorgungsforschung gibt, nicht nur rein ärztliche Ausbildung und Medizintechnik. Aber gerade Ansätze in Lehre und Forschung, die sich mit Pflege und Patientenversorgung beschäftigen, werden natürlich konterkariert, wenn sich die praktische Pflege und Krankenhausorganisation aus Profitgründen verschlechtert.

 

 

 

Unsere Termine


GRÜNE Mitgliederversammlung

06.09.2010
Interessierte sind wie immer willkommen! Eine Tagesordnung schicken wir auf Wunsch gern zu.
 
 
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