GRÜNE protestieren gegen Kohlekraftwerke

- Pinguin Katja Mentz und Eisbär Eyke Bittner kommen ins Schwitzen
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Zur Klimaschutzaktion der Lübecker Grünen und des Landesverbandes von Bündnis
90/Die Grünen am 5. Dezember 2007 vor den Lübecker Stadtwerken:
Die Stadtwerke müssen sich für den Klimaschutz bewegen, statt auf Kohlen zu sitzen
"Am 8. 12. ist internationaler Klimatag. Hierfür wollen wir ein Zeichen vor Ort setzen gegen die klimaschädliche Entscheidung der Stadtwerke, gemeinsam mit ihrem nichtstädtischen Anteilseigner DONG aus Dänemark, in den Neubau von Kohlekraftwerke in Lünen und Lubmin zu investieren", erklärt Angelika Birk, Lübecker Kreisvorstand und Landtagsabgeordnete. "Die Stadtwerke müssen sich für den Klimaschutz bewegen, statt auf Kohlen zu sitzen."
"Deshalb kippen wir den Lübecker Stadtwerken heute schwarze Kohle vor die Tür und werden heute und auch in Kiel und andernorts in den nächsten Tagen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen", betont Marlies Fritzen, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein.
"Vor wenigen Tagen haben Berichte in den dänischen Medien über deutsche
Anwohnerproteste gegen das von DONG in Mecklenburg Vorpommern geplante
Kohlekraftwerk im dänischen Parlament heftige Kritik an DONG ausgelöst. Dieser Protest von verschiedenen Seiten ist ermutigend," sagt Eyke Bittner für die Grüne Jugend Schleswig-Holstein.
"Auch die Lübecker Grünen haben wiederholt den klimaschädlichen Irrweg der
Stadtwerke im Schlepptau von DONG in der Bürgerschaft und im Landtag
kritisiert und konkrete bezahlbare Vorschläge gemacht, Strom und Wärme
klimafreundlicher zu produzieren", so Angelika Birk.
"Es geht auch anders: Die Stadtwerke Kassel bieten seit November allen
PrivatkundInnen ohne Aufpreis nur noch Ökostrom an. Diesem Beispiel folgt
auch die schleswig- holsteinische Stadt Wedel. Den GeschäftskundInnen bietet
Kassel vor allem die modernste Nutzung fossiler Energien durch
Blockheizkraftwerke mit effizienter Kraft- Wärme- Kopplung an. In Lübeck
behaupten die Stadtwerke, sie fänden dafür keine Kunden und die
Stadtverwaltung selbst schreckt noch davor zurück, mit gutem Beispiel voran
zu gehen."
"Die Grünen im Landtag haben ein Fachgutachten vorgelegt, wie Schleswig
Holstein aus der Kohle und Atomtechnologie aussteigen und in eine
nachhaltige Energienutzung einsteigen kann. Diesen Weg mit großem Engagement
zu verfolgen, stehen gerade Stadtwerke in der Pflicht."
Angelika Birk weiter: "Die vielen KundInnen, die den Stadtwerken den Rücken
gekehrt haben, sollten zu denken geben. Bisher habe ich persönlich diesen Schritt noch nicht getan, sondern beteilige mich an dem öffentlichen Protest, der die Stadtwerke an ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erinnert, ökologisch verantwortbare Energieförderung zu sozialen Preisen zu liefern. Wenn die Stadtwerke weiter eine Atom- und Kohlepolitik mit DONG verfolgen und mit ihrem Tarifsystem vor allem viel verbrauchende Großkunden belohnen, werde auch ich mir einen anderen Anbieter suchen."
GRÜNE demonstrieren gegen Kohlekraftwerke
Grüne demonstrieren gegen Kohle-Kraftwerke
Am Donnerstag demonstrierten die Grünen vor Zentrale der Stadtwerke Lübeck gegen die geplante Beteiligung an neuen Kohlekraftwerken. Empfangen wurden die Demonstranten von Geschäftsführer Kurt Kuhn mit heißem Kaffee.
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