Riesendemonstration vor dem Zwischenlager in Gorleben und anschließende Sitzblockade vor dem Haupttor des Zwischenlagers.

- Fotos: K.Mentz
Über 16.000 Menschen waren am Samstag, d. 8.11.2008 auf der Demonstration am Atommüll-Zwischenlager in Gorleben. Damit hat die Anti-Atombewegung beim letzten Castortransport vor der Bundestagswahl gezeigt: Der Protest ist ungebrochen, ein schleichender Ausstieg aus dem Atomausstieg kommt nicht in Frage!
Über 85 Busse aus dem gesamten Bundesgebiet hatten Menschen ins Wendland gebracht. Darunter mehrere Busse von den Atommüll-Standorten Asse, Morsleben und Schacht Konrad, deren Passagiere die Kundgebung im Wendland nutzten, den Endlager-Skandal zu unterstreichen und ihre Forderung nach dem Atomausstieg zu wiederholen.
„Die Anti-Atomsonne lachte nicht nur am Samstag über dem Wendland – die Atomlobby wird sich auch in den nächsten Monaten einen Sonnenbrand holen! Die Kette der Skandale hat die Menschen wachgerüttelt: Gegen das Drama um den absaufenden Atommüllschacht Asse, die Störfälle in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel und die unglaublichen Gewinne, die die maroden Atomkraftwerke täglich in die Konzernkassen spülen, kommen die Konzerne auch mit teuren Imagekampagnen nicht an. Es gibt keinen einzigen Ort auf der Welt, an dem Atommüll sicher gelagert werden kann. Es darf nach der Bundestagswahl zu keiner Laufzeitverlängerung kommen.“
Von freier Fahrt für den Castortransport konnte bisher übrigens keine Rede sein. Der Zug blieb kurz vor dem Grenzübergang von Frankreich nach Deutschland stehen, weil sich im baden-württembergischen Wörth drei Menschen an die Gleise gekettet hatten. Die Polizei benötigte 12 Stunden, die Gleise frei und wieder befahrbar zu bekommen.
Als sich gegen 16.00 Uhr die große Demonstration am Zwischenlager auflöste, begannen Aktivistinnen und Aktivisten von X-tausendmal quer ihre gewaltfreie Sitzblockade. Am frühen Abend saßen über 500 Menschen direkt vor dem Tor des Zwischenlagers. Die Blockade dauert an, nach einer ruhigen Nacht verbringen die Blockierenden den Sonntag mit Aktionstrainings, genießen warme Verpflegung der Aktionsunterstützung und harren der Dinge, die da kommen werden.






























