Buddenbrookhaus: GRÜNE sind enttäuscht über Lindenaus Entscheidung und fordern volle Transparenz

Bürgermeister Jan Lindenau hat gestern die denkmalrechtliche Genehmigung zum Neubau des Buddenbrookhauses unterzeichnet. Heute folgte die Genehmigung des Bauantrages. Hierzu erklärt Jasper Balke, stv. bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss der Hansestadt Lübeck und Mitglied des Landtages für den Wahlkreis 33 - Lübeck-Süd:

Bürgermeister Jan Lindenau hat gestern die denkmalrechtliche Genehmigung zum Neubau des Buddenbrookhauses unterzeichnet. Heute folgte die Genehmigung des Bauantrages.

Hierzu erklärt Jasper Balke, stv. bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss der Hansestadt Lübeck und Mitglied des Landtages für den Wahlkreis 33 - Lübeck-Süd:

„Wir sind enttäuscht über das Vorgehen des Bürgermeisters. Die Pläne zum Neubau des Buddenbrookhauses waren von Beginn an denkmalschutzrechtlich bedenklich und wurden von der Lübecker Denkmalschutzbehörde als nicht genehmigungsfähig eingestuft. Auch der Kulturausschuss der Hansestadt Lübeck hat sich klar dagegen positioniert. Das historische Kellergewölbe aus dem 13. Jahrhundert wird durch den Neubau teilzerstört, die Kosten für den Neubau sind mit jetzt schon 33,5 Millionen Euro völlig überdimensioniert.

Bürgermeister Lindenau hat im Laufe der Planungsphase viele Dokumente öffentlich gemacht. Den Einspruch der eigenen Denkmalschutzbehörde allerdings nicht. Deren Arbeit wird mit Steuergeldern finanziert. Wir fordern daher den Bürgermeister auf, den Einspruch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Bürger:innen haben ein Recht darauf, das Urteil der Fachexperten der Lübecker Verwaltung transparent zu erfahren.“ 

Kimberly D’Amico, stellv. Mitglied im Kulturausschuss der Hansestadt Lübeck und Mitglied im Stiftungsrat der Kulturstiftung:

„Derartige Eingriffe in den Denkmalschutz sind nicht hinnehmbar, vor allem weil alternative Lösungen vorliegen. Beim Denkmalschutz hat Lübeck aufgrund seiner Historie eine rechtliche Sonderstellung und trägt eine große Verantwortung. Der Bürgermeister fungiert hier als oberste Entscheidungsinstanz in Sachen Denkmalschutz und gerät damit in eine Interessenkollision. Umso höher ist die Bedeutung externer und fachlich hochwertiger Experten-Gutachten. Dass sich Bürgermeister Lindenau nun, entgegen der fachlichen Expertise und auch gegen das einstimmige Meinungsbild des Kulturausschusses für diese Art des Neubaus entscheidet, ist für uns nicht tragbar. Für das kulturelle und historische Erbe der Hansestadt Lübeck sind diese jüngsten Entwicklungen äußerst bedenklich.“

Kategorie

Fraktion Kultur und Denkmalpflege