GRÜNE Landtagskandidaten fordern Umsteuern bei Verkehr und Flächenversiegelung

Die GRÜNEN Landtagskandidat*innen Sophia Marie Pott und Arne-Matz Ramcke fordern ein Umsteuern für mehr Klimaschutz und Lebensqualität bei der zukünftigen Entwicklung von Verkehr und Flächenverbrauch in Lübeck. Die Lübecker Bürgerschaft wird im Mai über die Eckwerte dieser zukünftigen Entwicklung entscheiden. Während sich die Verwaltung, die Bürger*innnenbeteiligung und die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion für eine Verkehrswende und eine deutliche Verringerung des Flächenverbrauchs aussprechen, fordern CDU/SPD und AfD einen deutlich höheren Flächenverbrauch und einen Stopp der Verkehrswende.

Die GRÜNEN Landtagskandidat*innen Sophia Marie Pott und Arne-Matz Ramcke fordern ein Umsteuern für mehr Klimaschutz und Lebensqualität bei der zukünftigen Entwicklung von Verkehr und Flächenverbrauch in Lübeck. Die Lübecker Bürgerschaft wird im Mai über die Eckwerte dieser zukünftigen Entwicklung entscheiden. Während sich die Verwaltung, die Bürger*innnenbeteiligung und die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion für eine Verkehrswende und eine deutliche Verringerung des Flächenverbrauchs aussprechen, fordern CDU/SPD und AfD einen deutlich höheren Flächenverbrauch und einen Stopp der Verkehrswende.

Hierzu erklärt Sophia Marie Pott, GRÜNE Landtagskandidatin im Wahlkreis Lübeck-Ost:

“Wir sind die letzte Generation, die es noch schaffen kann, den Klimawandel zu begrenzen und eine unkontrollierbare Erderwärmung durch Überschreiten der selbstverstärkenden Tipping Points zu verhindern. Das wird uns jedoch nur gelingen, wenn wir jetzt alle und sofort die notwendigen Veränderungen auch hier bei uns in Lübeck einleiten und gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten. Daher macht es mich fassungslos, dass die Lübecker GroKo und die AfD in Lübeck jetzt das Gegenteil des dafür Notwendigen fordern.

Die Verringerung des Flächenverbrauchs und eine Verkehrswende sind zentrale kommunalpolitische Hebel, um die Emissionen von CO2 und anderen Klimagasen zu reduzieren und sollten deshalb auch in der Klimaschutzpolitik Lübecks eine große Rolle spielen. Die Anträge der Lübecker GroKo widersprechen jedoch sowohl der Ausrufung des Klimanotstandes als auch den Lübecker Klimaschutzzielen, die beide jeweils mit den Stimmen der Lübecker GroKo verabschiedet worden sind. Ich fordere SPD und CDU auf, ihren wohlfeilen Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen und sich auch in ihrem politischen Handeln für mehr und nicht für weniger Klimaschutz zu entscheiden. Es geht nur gemeinsam.”

Der GRÜNE Landtagskandidat im Wahlkreis Lübeck-West und Mitglied der Bürgerschaft, Arne-Matz Ramcke, ergänzt:

“Die Forderungen von CDU, SPD und AfD sind auch dann schlechte Politik, wenn wir von deren verfehlten Klimaschutzauswirkungen absehen, denn sie werden die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Lübeck einschneidend verringern. Die Gewerbegebiete im Vergleich zur Verwaltungsforderung zu verdoppeln, führt zu einer enormen Bebauung des Lübecker Umlandes. Anstatt Spaziergängen an Knicks wird es zukünftig an beleuchteten Gewerbeparks entlang gehen. Die folgende Belastung durch Schwerlastverkehre lässt sich jetzt schon an den berechtigten Klagen der Anwohner*innen im Außenbereich der Kronsforder Landstraße erkennen. Und diese Forderungen sind auch wirtschaftlich schlechte Politik, denn sprudelnde Steuereinnahmen entstehen heute durch Branchen mit geringem Platzbedarf wie IT, High-Tech und KI, aber nicht durch logistikgetriebene Gewerbeparks mit geringer Wertschöpfung.

Ähnlich fatal auf die Lebensqualität wirkt sich auch der von der Lübecker GroKo geforderte Stopp der Verkehrswende aus. Eine Reduzierung des Autoverkehrs durch Umstieg auf Rad- und Fußverkehr und den ÖPNV verringert nicht nur die Gesundheits- und Lärmbelastung in der Stadt. Es macht auch schlicht mehr Spaß, sich in einer Stadt aufzuhalten, in der weniger Autos gefahren und geparkt werden. Wir sehen das sehr eindrucksvoll in den skandinavischen und niederländischen Städten, die diese Transformation schon deutlich früher eingeleitet haben. Und selbst für die Autofahrerklientel, die SPD und CDU möglicherweise bedienen möchten, ist eine Verkehrswende vorteilhafter: Je mehr Menschen auf Fahrrad und ÖPNV umsteigen, desto weniger Autos sind unterwegs und desto geringer ist die Staugefahr. Ich hoffe daher sehr, dass wir in der Bürgerschaft diese rundherum verfehlte Politik der Lübecker GroKo ebenso ablehnen werden, wie es im Bauausschuss bereits geschehen ist. ”

Die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion veranstaltet am 28.04. um 19 Uhr im Rathaus eine Öffentliche Fraktionssitzung zum Verkehrsentwicklungsplan. Unter dem Titel “Mobilität in Lübeck: Verkehrswende oder Stillstand” soll mit Experten und Gästen aus Wirtschaft und Verbänden die Zukunft des Verkehrs in Lübeck diskutiert werden. Eine digitale Teilnahme ist ebenfalls möglich, der Link ist auf der Website der GRÜNEN Lübeck zu finden.


 

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