Kooperation statt Konfrontation für Umweltbildung

09.07.21

Mit Unverständnis reagieren Silke Mählenhoff, Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, und Monika Schedel, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, auf die Vorwürfe von Gerhard Höpfner gegenüber der Kultursenatorin und der Leiterin des Museums für Natur und Umwelt:

"Die vor kurzem vorgestellte Machbarkeitsstudie für das Museum für Natur und Umwelt, in dem auch die Funde aus Groß Pampau eine ihrer Bedeutung entsprechende Präsentation erhalten sollen, wurde allgemein begrüßt. Der Fokus liegt auf der Umweltbildung, dafür steht das Museum. Seit Jahren bietet es neben den Dauerausstellungen mit Schwerpunkt auf Lübeck und der Region auch immer wieder aktuelle Sonderausstellungen und Vorträge.

Das Museum bietet darüber hinaus Raum für Lübecker Natur- und Umweltvereine und die im Hinblick auf klimatische Anforderungen wichtige Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht zu vergessen die wissenschaftliche Arbeit mit den umfangreichen Sammlungen: ein weiterer Schwerpunkt, in dem sich auch die Ausgrabungsobjekte aus Groß Pampau als wichtigstem Forschungsthema mit einem eigenen Ausstellungsbereich eingruppieren lassen. Das sah bereits der im letzten Jahr beschlossene Museumsentwicklungsplan vor.

Wir erwarten nun, dass die hervorragende Machbarkeitsstudie für dieses Museum schnellstmöglich realisiert wird. Wir werden im Kulturausschuss darauf drängen, dass es keine weiteren Verzögerungen gibt und uns auch im Stiftungsrat für die Umsetzung der Machbarkeitsstudie aussprechen. Das Museum für Natur und Umwelt führt leider, als eines der letzten Museen in Lübeck, ein Aschenputteldasein, das es nicht verdient. Jetzt besteht die Gelegenheit, es daraus zu wecken. Dazu müssen alle Beteiligten einig das Konzept vertreten. Es bedarf der Sacharbeit, nicht der Beschimpfungen."

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Bildung und Wissenschaft Fraktion Klimaschutz und Energie Kultur und Denkmalpflege Natur und Umweltschutz Silke Mählenhoff