Startschuss für die Nördliche Wallhalbinsel und neue Standortsuche für die Skaterbahn

Einstimmig hat die Bürgerschaft in ihrer gestrigen Sitzung dem Bebauungsplan für die Nördliche Wallhalbinsel zugestimmt, ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft, welches das Stadtbild nachhaltig positiv prägen wird. Diskutiert wurden auch die Verzögerungen beim Bau der Skateranlage für Travemünde. Hier muss die Verwaltung zunächst bei der Standortfrage weitere Lösungen liefern.

Einstimmig hat die Bürgerschaft in ihrer gestrigen Sitzung dem Bebauungsplan für die Nördliche Wallhalbinsel zugestimmt, ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft, welches das Stadtbild nachhaltig positiv prägen wird. Diskutiert wurden auch die Verzögerungen beim Bau der Skateranlage für Travemünde. Hier muss die Verwaltung zunächst bei der Standortfrage weitere Lösungen liefern.

Klarheit für die nördliche Wallhalbinsel: Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan passierte gestern einstimmig die Bürgerschaft. Damit findet ein beispielloser politischer Prozess ein Ende. Bis 2015 verfolgte die Stadt radikal andere Planungen, wollte die historischen Hafengebäude abreißen und Luxuswohnungen errichten lassen. Nachdem die GRÜNEN zusammen mit CDU und anderen Fraktionen das Großprojekt „KaiLine" stoppen konnten, setzte man fortan auf die Pläne der Initiative Hafenschuppen (PIH). Das historische Hafenensemble soll nun erhalten bleiben und Raum bieten für einen einzigartigen Nutzungsmix.

Dr. Axel Flasbarth, Bürgerschaftsmitglied der GRÜNEN Fraktion:

„Wir sind hocherfreut über den einstimmigen Beschluss der Bürgerschaft. Wir erhalten hier nicht nur ein geschlossenes Hafenensemble von historischem Wert, wir bewahren hier auch ein Stück des maritimen, proletarischen und merkantilen Erbes der Hansestadt und führen es neuen, sehr attraktiven Nutzungen mit urbanem Flair zu. Es entstehen über 200 Wohneinheiten, davon 140, zu großen Teilen mietreduzierte Studentenapartments. Es wird Ateliers, Co-Working Spaces, Büros für Start-Ups, ein Café, ein Hotel und ein Medienhaus geben. Dort bereits etablierte, exzellente und von den Lübercker:innen geschätzte Locations wie der Strandsalon, Kunst am Kai in Schuppen C oder die Jugendbauhütte und die Gesellschaft Weltkulturgut mit der Lisa von Lübeck haben zudem nun Planungssicherheit. 

Hier entsteht ein buntes und vielfältiges Viertel direkt vor den Toren der Altstadt und wir beweisen Weitsicht im Sinne einer progressiven Stadtplanung, die im Kern den traditionellen Werten der Hansestadt Lübeck verpflichtet bleibt. Genau deshalb ist dies schon jetzt ein Projekt mit Signalwirkung für Lübeck und über Lübecks Grenzen hinaus.

Unser besonderer Dank gilt den beteiligten Ehrenamtlern und vor allem Jörg Sellerbeckvon der„Projektgruppe Initiative Hafenschuppen“, der mit viel Engagement und Herzblut das Projekt vorangetrieben hat. Ebenso möchten wir uns ausdrücklich bei den Mitarbeiter:innen der Verwaltung in den Abteilungen Stadtplanung und Liegenschaften für die tolle Arbeit bedanken. Wir freuen uns und wünschen gutes Gelingen bei der Umsetzung der jetzt beschlossenen Planung.“ 

 

Hitzig diskutiert wurde in der Bürgerschaftssitzung indes über die geplante Skateranlage für Travemünde. Der Bau wird sich weiter verzögern, auch weil es weiterhin keine zufriedenstellende Location für die Anlage gibt. 

Arne-Matz Ramcke, Bürgerschaftsmitglied der GRÜNEN Fraktion:

„Der Bau der Skateranlage wird sich weiter verzögern – das sind keine guten Nachrichten für die Jugendlichen in Travemünde. Als größter Knackpunkt zeichnet sich die Höhe der Investition ab, auf Grund der geplanten Lage am Leuchtenfeld sind hier erhöhte Lärmschutzmaßnahmen in Form einer teilweisen Überdachung erforderlich. Diese Mehrkosten können auch als Chance gesehen werden, da das Dach nicht nur Lärmemissionen reduziert, sondern auch als Witterungsschutz einen großen Mehrwert für die Skater:innen beinhaltet und als touristischer Magnet und Austragungsort von Wettkämpfen eine sehr interessanter Standort werden kann. 

Der von der Verwaltung vorgebrachte Standort am Leuchtenfeld mit den Mehrkosten ist für uns GRÜNE somit tragbar.

Da sich in den Ausschüssen politisch noch keine Mehrheit für die teurere Variante mit Überdachung am Leuchtenfeld finden ließ, ist die Verwaltung durch unseren Antrag nun beauftragt, alternative Standorte zu suchen und zu bewerten. Wir freuen uns, dass die Bürgerschaft unserem Antrag gefolgt ist und wir somit bis zur Septembersitzung einen Bericht mit den Ergebnissen der Standortsuche vorliegen haben werden.”

Kategorie

Arne-Matz Ramcke Axel Flasbarth Fraktion Stadtplanung und Baupolitik