Die GRÜNE Fraktion hat sich mit Uwe Kirchhoff (Kurbetrieb Travemünde) sowie Christian Martin Lukas, (Lübeck und Travemünde Marketing GmbH) , über die aktuelle Situation und neueste Entwicklungen im Seebad ausgetauscht. Anlass waren Berichte über tätliche Angriffe auf Mitarbeiter*innen des Kurbetriebs und DLRG sowie die weiterhin angespannte Parkplatzsituation. Ergebnis des positiven Gesprächs: Kurbetrieb und LTM sind sehr gut aufgestellt. Ein regelmäßiger enger, bilateraler Austausch mit der Politik ist aber unerlässlich.
Dazu Sophia-Marie Pott, kulturpolitische Sprecherin der Lübecker GRÜNEN und Landtagskandidatin für Travemünde:

„Wir haben die jüngsten, öffentlichkeitswirksam hervorgehobenen Vorfälle in Travemünde zum Anlass genommen, uns mit Kurbetrieb und LTM direkt auszutauschen. Zunächst muss festgehalten werden, dass keine erhebliche Zunahme an Delikten zu verzeichnen ist. Dass es an extrem hochfrequentierten Tagen in Travemünde zu mehr Vorfällen dieser Art kommt, ist das Ergebnis erhöhter Anzahl an Besucher*innen. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, lassen sich einzelne Konflikte nicht vollständig vermeiden – das ist Teil des Zusammenlebens in einer offenen Gesellschaft. Diese einzelnen Vorfälle zu generalisieren, ist falsch und wirft ein schlechtes Licht auf das Seebad. Die übermäßige Zahl der Besucher*innen verhält sich friedlich.
Entscheidend ist, diesen Situationen präventiv zu begegnen und besonnen zu handeln. Genau diesen Weg geht der Kurbetrieb gemeinsam mit seinen Partnern, und dabei unterstützen wir ihn auf ganzer Linie. Der Kurbetrieb hat die Lage im Blick und begegnet den Herausforderungen mit einem durchdachten Konzept der präventiven Präsenz. Diesen Ansatz unterstützen wir ausdrücklich. Die enge Abstimmung mit Polizei, Kommunalem Ordnungsdienst und weiteren Akteuren ist der richtige Weg, um Konflikten frühzeitig zu begegnen und das subjektive Sicherheitsempfinden von Gästen und Anwohner*innen zu stärken.”
Dr. Axel Flasbarth, Co-Fraktionsvorsitzender der Lübecker Grünen, ergänzt:

„Wir freuen uns, dass Travemünde ein lebendiges und beliebtes Seebad ist, das jedes Jahr sehr viele Menschen anzieht. Man darf allerdings nicht müde werden, zu betonen, dass hier auch Menschen leben. Es gilt also Tourismus und die Lebensqualität der Anwohner*innen verträglich miteinander zu vereinbaren.
Ein Problem ist dabei sicherlich die Parksituation im Ort. Bereits vor drei Jahren haben wir Grünen eine Anpassung des Mobilitätskonzepts für Travemünde gefordert. Wenn an extrem hochfrequentierten Tagen Parkhäuser, die für Millionen errichtet wurden, nicht ausgelastet sind weil Besucher*innen lieber in Strandnähe parken und dafür teilweise Knöllchen in Kauf nehmen, funktioniert da etwas nicht. Hier wünschen wir uns ein wesentlich besseres Parkraummanagement. Dazu gehören ein verbessertes Leitsystem sowie auch die frühzeitige Kommunikation gegenüber den Tourist*innen über die Parksituation in Travemünde.
Die enge Abstimmung mit Polizei, Kommunalem Ordnungsdienst und weiteren Akteur*innen ist der richtige Weg, um Konflikten frühzeitig zu begegnen. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, die Besucher*innenströme künftig noch stärker in Richtung Priwall zu lenken, um die dort noch vorhandenen Kapazitäten zu nutzen und andere, besonders stark frequentierte Bereiche zu entlasten.”
