Pressemitteilung

GRÜNE machen Druck beim Projekt „Fahrradstraße Altstadt”

Auf Antrag der Fraktionen BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, CDU und FDP hat die Bürgerschaft nun der Verwaltung aufgetragen, endlich die Umsetzung der Sanierung der Fahrradstraße in der Altstadt im Haushaltsentwurf für 2025 zu verankern. 

Mandy Siegenbrink, Co-Fraktionsvorsitzende:

„Im August 2019 hat die Bürgerschaft den Rahmenplan Innenstadt beschlossen. Das Projekt „Fahrradstraße Altstadt” wurde dort als kurzfristige Maßnahme vorgesehen. Auch knapp fünf Jahre später, ist dieses Projekt immer noch nicht angegangen worden. Hier sorgt unser interfraktioneller Antrag nun für klare Verhältnisse. Die Verwaltung muss in die Umsetzung kommen. 

Im Rahmenplan Innenstadt von 2019 sind 20 Projekte aufgelistet – 6 davon waren ursprünglich für die kurzfristige Umsetzung vorgesehen. Seitdem ist außer bei der Stadtgrabenbrücke und der Beckergrube nichts passiert. Dies ist vor allem deshalb sehr enttäuschend, da gerade bei der Umstrukturierung der Innenstadt mit großer Bürger*innenbeteiligung gearbeitet wurde.

Die Lübecker*innen haben in diesen Prozess große Hoffnungen gesetzt, haben sich mit viel Kreativität und Ideenreichtum eingebracht und für eine regelrechte Aufbruchstimmung gesorgt. Dieses positive Momentum sollte die Stadt nicht verspielen und muss nun liefern.”

Ruben Meyer, Mitglied im Bauausschuss ergänzt:

„Die Umgestaltung der Lübecker Innenstadt mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität zu steigern und den Standort für den Einzelhandel aufzuwerten, wurde von der Verwaltung als Projekt mit höchster Priorität ausgerufen. Wie kann es dann sein, dass in fünf Jahren kaum Maßnahmen umgesetzt wurden?

Angesichts der Herausforderungen der Verkehrswende sowie der Notwendigkeit der Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität, müssen wir nun ins Handeln kommen. Die Fahrradstraße durch die Altstadt ist immens wichtig, da wir keine funktionierende Nord-Süd-Querung für den Radverkehr haben. 

Darüber hinaus muss es Ziel sein, gerade den Eingangsbereich zur Altstadt – insbesondere den Holstentorplatz, die Holstenstraße und die Untertrave – infrastrukturell für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen attraktiver zu machen. Dies wird zusätzlich zur Belebung der Altstadt beitragen.

Eine Neuordnung der Verkehrsflächen trägt dazu bei, das Konfliktpotenzial zwischen Verkehrsteilnehmer*innen zu senken und die Erholungs- und Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die schrittweise Überplanung von unattraktiven Plätzen ist notwendig und sinnvoll, wie man beispielsweise an Großprojekten wie Barcelonas „Superblocks“ oder Hamburgs Alster-Fahrradachsen sehen kann.”