Grüne kritisieren mit einer Aktion die mangelnde Ausschilderung der Stadtgrabenbrücke und fordern vernetztes Denken in der Radverkehrsplanung.

Dazu Sascha Peukert, stv. Mitglied im Bauausschuss:
“Mit der Stadtgrabenbrücke wurde eine vielversprechende Verbindung für Lübecks Radfahrer*innen und Fußgänger*innen geschaffen. Sie ist zwar kein Allheilmittel für jede Verbindung, doch selbst wenn sie es wäre: Was nützt die beste Brücke, wenn niemand sie findet? Die fehlende Ausschilderung führt dazu, dass Radfahrer*innen und vor allem Tourist*innen ohne Not, den hochgefährlichen Lindenteller nutzen – eine Kreuzung, die die traurige Berühmtheit als „Deutschlands gefährlichste Kreuzung“ erlangt hat.
Mitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen haben heute Morgen eine Aktion durchgeführt, um auf die fehlende Ausschilderung aufmerksam zu machen. An den wichtigsten Punkten des Radwegenetzes haben wir Schilder aufgestellt, wo eine Ausschilderung über die Stadtgrabenbrücke dringend nötig wäre. Damit haben wir gezeigt, wie wichtig eine durchgängige Wegweisung und Information für die Sicherheit der Radfahrenden ist und wie leicht erste Verbesserungen umzusetzen wären.
Einzelne gute Maßnahmen wie die Stadtgrabenbrücke helfen insbesondre dann, wenn sie intelligent in das Gesamtwegenetz eingebunden und für die Menschen auch nutz- und sichtbar gemacht werden. Ein modernes Verkehrskonzept muss als zusammenhängendes Netz gedacht werden, nicht kurzsichtig in losen Einzelprojekten.
Da wir natürlich nicht dauerhaft dort sein können, um selbst Schilder hochzuhalten, ist für uns eine zügige Nachbesserung notwendig. Genau das wurde heute im Bauausschuss von uns thematisiert. Je früher hier reagiert wird, desto mehr Unfälle können verhindert und die Sicherheit für alle erhöht werden.”
