Trotz angespannter finanzieller Lage, konnten GRÜNE, CDU und FDP mit ihrem gemeinsamen Haushaltsantrag gerade im Schulbereich noch wichtige Impulse für die Zukunft setzen.
Dazu Andreas Schulze, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion:

„Gute Bildungsmöglichkeiten und Schulsanierungen bleiben ein zentraler Schwerpunkt grüner Politik in Lübeck. Bei einem aktuellen Sanierungsstau von ca. 1,5 Milliarden Euro muss es daher eines unserer Hauptanliegen sein, substantiell zu sparen, um hierfür die nötigen Gelder zu erwirtschaften.
Ein großer Dank gilt der Landesregierung, die uns einen großen Teil des Sondervermögens hat zukommen lassen. Nur dadurch konnten wir im letzten Haushalt schon Erweiterungen und Sanierungen bei sechs Schulen anschieben, die im letzten Sommer vom Bürgermeister gestoppt wurden. Sanierungen, die jetzt verstetigt werden und sich auch alsbald in der Praxis bemerkbar machen werden.
Einer unserer Schwerpunkte lag auf der Behebung des Raummangels an der Oberschule zum Dom. Da das neue Bildungszentrum im ehemaligen Karstadtgebäude keine ausreichende Lösung für den Raummangel der OzD darstellt, haben wir Gelder für die Planung eines Erweiterungsbaus am Mühlendamm 14 im Haushalt verankert.
Darüber hinaus wird zukünftig unser Fokus darauf liegen, die vielen Projekte zum Ganztag zu finalisieren, für die derzeit noch Fördergelder zur Verfügung stehen. Diese Fördermöglichkeiten sollten wir nicht verfallen lassen. Dann werden wir uns, unter Berücksichtigung eines möglichst effizienten Einsatzes der knappen Ressourcen und einer umfassenden Priorisierung den Sanierungen der nächsten Schulen widmen können.”
Julian Bickford-Novoselac, Mitglied der Lübecker Bürgerschaft, ergänzt:

„Mit unserem Haushaltsentwurf wollen wir auch die Schulentwicklungsplanung in Kücknitz weiter vorantreiben. Wie in vielen anderen Stadtteilen auch, sind die Schulen in Kücknitz praktisch durchgehend in einem akut sanierungsbedürftigen Zustand. Dieses Versäumnis wollen wir jetzt aktiv angehen. Für die Weiterentwicklung der Schulstandorte in Kücknitz stehen im kommenden Jahr 100.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen die Planungen rund um das Trave-Schulzentrum sowie die Grundschulen in Rangenberg, am Roten Hahn und am Utkiek weiter ausgearbeitet werden. Ziel ist es, aus den bisherigen Überlegungen konkrete Zukunftsperspektiven für die Schulen zu entwickeln und dabei die Interessen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften einzubeziehen. Die Ergebnisse sollen anschließend als Entscheidungsgrundlage in die Bürgerschaft eingebracht werden.
Auch mit dem Umbau der Ahornschule von einem reinen Förderzentrum zu einer inklusiven Schule kann es losgehen. Wir haben die Schule im letzten Haushalt wieder in die Sanierungsliste mit aufgenommen, nachdem der Bürgermeister sie zunächst gestrichen hatte. Zukünftig werden dort Kinder mit und ohne Förderstatus gemeinsam lernen.”
